InnLab 2025 in München

2025-02-13

Das Veterinärmedizinische Labor an der InnLab 2025 in München

Dieses Jahr fand die Jahrestagung der DVG Fachgruppe Innere Medizin und klinische Labordiagnostik (InnLab) vom 31. Januar bis 1. Februar in München statt.

Doktorandinnen und Mitarbeiterinnen vom Veterinärmedizinischen Labor der Universität Zürich haben spannende Vorträge und eine Posterpräsentation über die neusten Erkenntnisse zum Thema feline infektiöse Peritonitis (FIP), deren Diagnose und Therapie, und über Impftiterbestimmungen beim Hund gehalten 🐾🦠😺 🐶 💉. 

Die InnLab war auch eine tolle Gelegenheit unsere FIP-Studien Kollaboratorinnen aus München wieder einmal persönlich zu treffen. Zudem gratulieren wir Katharina Buchta vom Münchner FIP-Studienteam ganz herzlich zum 2. Preis in der Kategorie bester Vortrag 🎉. Ihr Vortrag trug den Titel «Ein-Jahres-Follow-Up von Katzen nach Therapie der felinen infektiösen Peritonitis mit oralem GS-441524 für 42 versus 84 Tage». Diese Studie wurde in Zusammenarbeit mit dem Veterinärmedizinischen Labor sowie im Rahmen der internationalen und interdisziplinären Forschungsgruppe Coronaviruses in Cats and Kids (CICK) durchgeführt und durch den UZH Global Strategy and Partnership Grant gefördert. 

Foto: von links nach rechts Solène Meunier (UZH), Katrin Hartmann (LMU), Katharina Buchta (LMU). Julia Stachowski (UZH), Aline Crespo Bouzon (UZH), Lena Janowitz (UZH) und Andrea Spiri (UZH)

Aline Crespo Bouzon erläuterte in ihrem Vortrag, dass die Flüssigkeitsansammlungen bei Katzen mit FIP häufig Exsudate sind und nicht, wie oft in Lehrbüchern postuliert, proteinreiche Transsudate. Daher sollte FIP bei Exsudaten stets als Differentialdiagnose in Betracht gezogen werden. Der Rivalta-Test ist häufig positiv bei Ergüssen mit hohem Gesamtprotein und erhöhtem saurem Alpha-1-Glykoprotein – einem wichtigen Marker für FIP. Zudem zeigte sich: Ergüsse mit immunzytochemisch nachgewiesenem FCoV wiesen meist eine hohe Viruslast in der PCR auf, während eine niedrige Viruslast oft mit negativen Immunzytochemie-Ergebnissen einherging.

In ihrer Studie untersuchte Julia Stachowski die Prävalenz des „Systemic Inflammatory Response Syndrome“ (SIRS) bei Katzen mit FIP vor der GS-441524-Behandlung. Zudem verglich sie Laborparameter und das kurzfristige Überleben zwischen Katzen mit und ohne SIRS. Die Ergebnisse zeigen: SIRS tritt bei Katzen mit FIP häufig auf. Erfreulicherweise hatten betroffene Katzen unter antiviraler und unterstützender Therapie eine vergleichbare Überlebensrate wie jene ohne SIRS. Dies, trotz anfänglich erhöhter Akute-Phase-Proteine, die im Verlauf zwar auch sanken, jedoch später als bei Katzen ohne SIRS.

In ihrer Dissertation evaluierte Lena Janowitz die Zuverlässigkeit von drei kommerziell erhältlichen Schnelltests zur Impftiterbestimmung beim Hund. Während alle Tests Antikörper gegen das canine Parvovirus zuverlässig nachweisen konnten, zeigte sich beim Nachweis von Antikörpern gegen das Staupe- und Adenovirus (Hepatitis contagiosa canis) leider noch Optimierungsbedarf.

Darüber hinaus nutzten wir die Gelegenheit, uns durch die vielen weiteren Vorträge fortzubilden und haben zahlreiche neue Impulse, Wissen und Motivation mit nach Hause genommen. Ein herzlicher Dank gilt den Kongressorganisatoren für das interessante wissenschaftliche Programm und das RahmenprogrammDies stellt den ersten Bericht über SARS-CoV-2-Antikörper bei freilebenden Rotfüchsen, Eurasischen Luchsen und Europäischen Wildkatzen weltweit dar. Die Studie bestätigt die Ausbreitung von SARS-CoV-2 unter freilebenden Wildtieren in der Schweiz, bietet jedoch keine Hinweise auf die Bildung eines Reservoirs. Unsere Ergebnisse betonen die Anfälligkeit von Wildtierpopulationen für SARS-CoV-2 und unterstreichen die Wichtigkeit, Krankheiten im Rahmen des One-Health-Konzepts zu verstehen.

Du möchtest mehr über die neuesten Erkenntnisse aus der FIP-Therapiestudie in Zürich erfahren? 

Die nächste Gelegenheit bietet sich bei den Schweizerischen Tierärztetagen (STT) am 24. April 2025 in Basel! 🐾🔬 📍 Sei dabei und bleib auf dem neuesten Stand der Forschung!

Weitere Informationen zur Therapiestudie finden sich auch auf unserer Homepage: https://www.tierspital.uzh.ch/kleintierkliniken/infektiologie-gesundheitsvorsorge/therapiestudie-fip-katzen/

Wir danken ganz herzlich den Sponsoren unserer Studie:

Stiftung für Kleintiere der Vetsuisse-Fakultät Universität Zürich

UZH Global Strategy and Partnerships Funding

Stiftung für wissenschaftliche Forschung der Universität Zürich

Schweizerische Vereinigung für Kleintiermedizin (SVK-ASMPA)